Sennheiser Bluetooth Headsets MM400 + MM550

Wer viel mit seinem iOS Gerät unterwegs ist, kommt definitiv in die Situation, in der ein entsprechendes Headset notwendig ist. Wer auf qualitativ hochwertigeres Zubehör, als die mitgelieferten weißen Ohrstöpsel von Apple wert legt, der sollte sich die beiden Bluetooth Headsets MM400 und MM550 von Sennheiser anschauen. Beide Headsets sind mit dem A2DP-Protokoll ausgerüstet und funken drahtlos mit dem iOS Gerät (oder einem beliebigen Abspielgerät, welches über Bluetooth verfügt). In Sachen Klangqualität machen beide Modelle eine hervorragende Arbeit. Im Vergleich zum großen Bruder oder anderen aktuellen Modellen, schlägt sich das bereits etwas betagte MM400 jedoch immer noch sehr gut. Besonders Einsteiger, die günstig in das Segment einsteigen wollen, können hier mit dem MM400 einen klasse Kopfhörer ergattern. Mit lediglich 112 Gramm wiegen die zusammenklappbaren Ohrbügel im Gepäck auf. Sennheiser stattet seine Headsets zusätzlich mit einer schwarzen Transporttasche, Ladekabel und Netzteil (mit austauschbaren Stecksätzen für alle 4 Arten Steckdosen), sowie Audiokabel und Adapter aus. Ist der Saft mal alle, das angespielte Album jedoch noch nicht fertig, kann über das mitgelieferte Klinke-Kabel auch ohne Strom im Akku weitergehört werden. Eleganter ist natürlich das Koppeln des Headsets via Bluetooth. Einmal über die Systemeinstellungen verbunden, werden alle Töne über das Headset wiedergegeben. Mit aktueller Firmware können Titel pausiert oder vor- und zurückgeschaltet werden. Unterbricht ein Anruf den Musikgenuss, genügt ein Knopfdruck am Headset um den Anruf anzunehmen und wieder aufzulegen. Auf dem iPhone ist es während des Telefonats möglich, das Audiogerät für das Gespräch auszuwählen oder bei Bedarf zwischendurch zu ändern.

Der große Bruder des MM400 ist der Nachfolger MM550. Größer, besser, teurer. Jedoch aber auch qualitativ hochwertiger noch als sein Vorgänger präsentiert sich das Koloss. Die Ohrmuscheln sind beinahe doppelt so groß, legen sich dafür jedoch mit dem weichen Polster um die Ohren herum und bieten somit noch mehr Tragekomfort über lange Zeit. Pfeift der Wind um die Ohren, schützen die Ohrmuscheln zudem das Ohr vor unangenehmer Kälte. Auch der Bügel, der sich sanft auf den Kopf legt, ist breiter als bei seinem Vorgänger, dicker gepolstert und fühlt sich im Vergleich zum dünneren Bügel des MM400 wertiger an. Das MM550 lässt sich ebenso wie das MM400 zusammenfalten. Dabei drehen sich beide Ohrmuscheln um 90 Grad ein und werden dann in zwei Stufen Richtung Kopfbügel geklappt. Auch hier schickt Sennheiser wieder sein Set aus Zubehör für das Headset mit, die schwarze Aufbewahrungstasche ebenso, nur größer (20×15 statt 18×11 cm). Kabel, Netzteil etc. bleiben beim Alten. Ebenso im gleichen Format ist das austauschbare Akkupack, welches das MM550 gut 8 bis 9 Stunden am Leben hält. Zwischenzeitliche Ruhezeiten im Standby verlängern die Laufzeit. Wer weiß, wie selten er sein iPad laden muss, weiß wie oft das Sennheiser Headset an die Dose muss. Der Akku lässt sich über einen kleinen Klips aus dem Kopfhörer nehmen und gegen einen Zweitakku austauschen, sofern man für einen langen Urlaub ohne Steckdosen gewappnet sein will. In Sachen Klangqualität hat man bei dem MM550 nichts mehr zu meckern. Sowohl bei Musik, als auch bei Podcasts/Hörbücher kann das MM550 definitiv überzeugen. Aber auch beim Abspielen von Video-Podcasts oder Filmen kann das Headset punkten und spielt ohne extra Codec den Ton absolut synchron ab. Störende Geräusche in der Umgebung, wie z.B. das Brummen an Board eines Flugzeugs, “killt” Sennheiser im MM550 mit der eingebauten Technologie NoiseGard 2.0. Bei eingeschalteter Funktion werden die störenden Hintergrundgeräusche gesenkt und lassen den eigentlichen Sound genießen. Für Liebhaber von räumlichen Sound hat Sennheiser unter dem Werbenamen SRS WOW HD eine Art virtuellen Surround Sound eingebaut, der das Klangbild merklich verändert. Höhen und Tiefen werden dabei jedoch so angepasst, dass ich persönlich die Nutzung des originalen Stereo Sound bevorzuge.

Bis auf wenige Aussetzer die ich unterwegs mit dem kabellosen Headset hatte, konnten sowohl das MM400 als auch das MM550 überzeugen und bieten einen spitzen Klang. Ebenso das in die Headsets eingebaute Mikrofon liefert für die Gegenseite gute Sprachqualität (auch bei windigen Verhältnissen). Wer das Headset lange Zeit auf den Ohren behält, wird sicher mit der größeren Variante der MM550 besser bedient sein (trotz seiner 185 Gramm), macht mit den MM400 jedoch auch nichts verkehrt. Einziges Manko an der Verarbeitung der Headsets ist das 4-Wege Pad am rechten Ohr, welches das Steuern der Titelwiedergabe zulässt. Die Knöpfe aus Plastik geben bei erreichen der maximalen Lautstärke einen nervigen Ton über die Kopfhörer wieder und auch der Druckpunkt ist schlecht gewählt. Schaut man sich jedoch das Gesamtbild der Headsets an, ist dies eine Einbuße, mit der man leben kann. Ein sehr nettes Feature des MM550, welche hier nicht unerwähnt bleiben soll, ist zudem die TalkThrough-Funktion. Per Knopfdruck aktiviert man das eingebaute Mikrofon zur Aufnahme der Umgebung und leitet den Ton der Umwelt direkt auf die Kopfhörer um. Somit ist es nicht notwendig, für kurze Gespräche mit der Stewardess oder dem Sitznachbarn das Headset abzusetzen. Die gespielte Musik pausiert dabei automatisch und setzt nach erneutem Tastendruck wieder ein.

via Birnenblog.de